Freiraumkonzept Retterareal-Kranebitterallee  

Standort: Kranebitterallee, Innsbruck
BauherrIn: ZIMA – SPEKTRA Wohnraumentwicklung Ges.m.b.H.
6850 Dornbirn Lustenauerstraße
Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. (TIGEWOSI)
6026 Innsbruck Fürstenweg 27
Planungszeitraum: 2009 - 2010

Projektbeschreibung: Durch den Typus der Bebauung ergeben sich wertvolle, attraktive, innerstädtische Freiräume die als Lebens- Spiel- und Kommunikationsräume von alle Generationen genutzt werden können. Die Bebauung schafft drei Höfe die frei von motorisiertem Verkehr sind.

Ein semiöffentlicher Fuß- und Radweg führt durch die Bebauung. Nördlich an der Kranebitterallee, östlich, parallel zur Bahnlinie und südlich der Tilakbebauung verlaufen öffentliche Fuß- und Radwege.
Die Erschließungswege werden als funktionelle Asphaltflächen ausgebildet, die sich in Farbe und Struktur, von den öffentlichen Verkehrsflächen differenzieren.

Das verbindende Gestaltungselement `Kreis´ tritt einmal nur als Flächenelement, dann wiederum in der Möblierung auf und auch in den Spielgeräten ist der Kreis wieder zu finden.
Unterschiedlich große kreisförmige Betonelementeinfassungen, mal bündig, mal auf Sitzhöhe mit Sitzauflagen, schaffen eine prägnante Raumfiguration. Die Elemente bilden durch ein mehr an Wurzelraum die Möglichkeit Sträucher wie z.B. Tamarisken, Perückensträucher, … über der Tiefgaragendecke zu pflanzen.
Ein großes, zentrales Holzdeck im Retterhof, umfasst von einem kreisförmigen Betonkranz der einmal bündig mit dem angrenzenden Terrain ist, und das andere Mal als Sitzmöbel in Erscheinung tritt, nimmt die Funktion Verweilen, Zusammentreffen und Spielen (Kleinkinderspielplatz) auf.
Verschiedene Spielräume für unterschiedliche Altersgruppen in den anderen Höfen komplettieren die Spielmöglichkeiten und lassen noch genügend Freiräume für ruhigere Freiraumnutzungen.

Vegetative Raumteiler aus Schmetterlingsflieder trennen die Privatgärten der Erdgeschosswohnungen vom siedlungsöffentlichen Freiraum. Diese Trennungen und jene zwischen den Gärten werden teilweise auch als berankte Zäune ausgeführt.
Gruppen mit Hochstammbäumen gliedern den Freiraum. Der sommerblühende Schnurbaum wird dabei als `Leitbaum´ eingesetzt. Darunter mischen sich andere Arten, wie zum Beispiel die Föhre, die einen wintergrünen Aspekt in den Grünraum bringt.

Architektur: Aicher Architekten, Lustenau, Innsbruck