Privatgarten Fam. Lutz

Standort: A-6800 Feldkirch, Schlossgraben 10
BauherrIn: F. Lutz
Zugänglichkeit: keine
Planungszeitraum: 2004
Baubeginn: 2004
Baufertigstellung: 2004
Gesamtfläche: 1110 m²
Bebauung: 345 m²
Freiraum: 765 m²
Erschließung: 95 m²
Grünraum: 670 m²

Projektbeschreibung: Haus und Garten der Fam. Lutz befindet sich in exponierter Lage direkt über dem mittelalterlichen Zentrum der Stadt Feldkirch in sehr prominenter Lage, neben der Schattenburg, einer der besterhaltensten Burgen Vorarlbergs.

Die exponierte Lage über der Stadt Feldkirch, zu der sich der Garten hin öffnet, die Staffelung des Areals in unterschiedliche Niveaus und die dreiseitige Umschließung des Gartens durch Mauern und dem Wohnhaus als Gegebenheiten zwang einem diese einfache und logische Abfolge der Gartenräume nahezu auf, wobei, durch die Liebe des Bauherren zum Kochen, die zentrale Lage des Küchengartens vor dem Küchenfenster unumgänglich schien.
Die Kochleidenschaft des Bauherrn war auch für die Wahl des Hausbaums ausschlaggebend – Castanea sativa. Der Maronebaum war darüber hinaus in Feldkirch, vor der kleinen Eiszeit, zu Beginn des 16. Jahrhunderts, heimisch und diente auch beim Bau der Schattenburg als Bauholz.
Der Brunnen an der Hangkante verhindert einerseits, dass der freie Blick in die Stadt durch eine Brüstung verstellt wird und anderseits übertönt das geräuschvolle Plätschern des Wassers die Geräusch-kulisse der Stadt.

Der Freiraum gliedert sich in zwei Bereiche – den semiöffentlichen Zufahrtsbereich mit den Garagenzufahrten und den Garten.
Dieser öffnet sich auf zwei Ebenen nach Nordwesten zur Stadt und zeigt sich an den anderen Seiten durch das Wohnhaus und die Gartenmauern verschlossen. Dadurch entsteht, trotz der unmittelbaren Nähe eines öffentlichen Parkplatzes, eine geschützte, private Atmosphäre.
Der Garten fächert sich in drei große Räume auf – der Wirtschaftsgarten mit Hof, Schopf für Gartengeräte und Brennholz und einem großen Küchengarten, mit zwei stahlgefassten Gemüsebeeten; die Wegeflächen dieses Gartenbereiches sind mit Naturstein in Passee verlegt befestigt.
Der Wohngarten mit der Naturstein ausgestatteten und mit einem Maronibaum schattierten Terrasse, einer kleinen Rasenfläche, dem Rosen-Stauden-Beet entlang der Gartenmauer, das einen zusätzlichen, kleinen Sitzplatz umschließt und dem großzügigen Wasserbecken, das die Hangkante zur Stadt und dem unteren Garten definiert;
Der untere Garten ist als Obst- und Beerengarten der am natürlichsten belassenste Gartenraum der wie selbstverständlich in die baum- und strauchbewachsene Böschung des Nachbargrundstückes übergeht

Architektur: Umbau und Schopf: Mag. Arch. Bruno Spagolla, Bludenz