Wohnanlage V47/V57 – Unterfeld, Bludenz

Standort: 6700 Bludenz, Grete Gulbranssonweg
BauherrIn: Alpenländische Heimstätte gemeinnützige Wohnungsbau- u. SiedlungsgesmbH
Zugänglichkeit: ja
Planungszeitraum: 2000-2001
Baubeginn: 2001
Baufertigstellung: 2002
Gesamtfläche:
Bebauung:
Freiraum:
Erschließung:
Grünraum:

Projektbeschreibung: Die Wohnanlage im Südosten der Stadt Bludenz ist fußläufig gut erschlossen und über den ÖPNV an das Stadtzentrum, an Bildungs- und Freizeiteinrichtungen angebunden.

Die Bebauung besteht aus drei gruppierten Zeilenbauten die mit der bestehenden, nördlich liegenden Wohnbebauung eine offene Blockrandbebauung bildet. Alle drei Bauten sind viergeschossig und umschließen einen großzügigen, grünen Hof, der in seinem Zentrum ein Spielhaus beinhaltet.
Das Haus am Grete Gulbranssonweg besteht aus zwei gespiegelt gestapelten Maisonettwohnungen. Die unteren Wohnungen werden einzeln von der Straße erschlossen, wobei jeder Wohnung ein kleiner aussenliegender Vor(garten)raum vorgelagert ist. Die obere Wohnungsreihe wird über einen Laubengang erschlossen. Im Erdgeschoss gibt es zwei Durchgänge in den Gartenhof.
Die beiden anderen Häuser sind Geschosswohnungsbauten, die Erschließung erfolgt hier über Wohnwege. Im Haus an der Raiffeisenstraße sind im Erdgeschoß Sozial und Gesellschaftsräume untergebracht.
Den erdgeschossigen Wohnungen, beim westlichen Zeilenbau, sind gegen Westen private Wohngärten vorgelagert. Zwischen drittem und viertem Stiegenhaus dieses Hauses findet sich ein erdgeschossiger Unterbruch, sodass eine durchgehende fußläufige Wegeverbindung vom Grete Gulbranssonweg zum westlich gelegenen öffentlichen Fußweg entsteht. Dieser teilt den großen Hof in zwei unterschiedliche Bereiche und erschließt auch das offene Spielhaus. Diesem ist ein großer, bespielbarer Platz zugeordnet, der gegen Wersten und Norden durch eine lange Sitzbank abgeschlossen wird. An der nordwestlichen Ecke schiebt sich eine große Sandmulde vom Platz in die Rasenfläche und nimmt die Bank in der Breite der Sandmulde mit. Weitere Spielgeräte sind in diesem Gartenteil situiert.

Der südliche Hofbereich ist als ruhige Rasenfläche konzipiert. In diesem Sinne setzt sich auch der zweite Durchgang vom Grete Gulbranssonweg in den Hof nur als schmaler Schotterrasenweg fort. Ein kleiner Sitzplatz am Schnittpunkt der beiden Wohnwege korrespondiert mit dem südöstlichen, mit vier Akazienbäumen bepflanzten Vorplatz und mit der öffentlichen Raiffeisenstraße.

Der reduzierten Gestaltung entsprechend ist auch die Materialisierung sehr zurückhaltend. Asphalt für alle fußläufigen Wege, Betonplatten und Holz für die Terrassen und durchgrüntes Betonpflaster für die Pkw-Stellflächen.
Die Wahl der Hochstammbäume bezeichnen die unterschiedlichen Freiräume – Akazienbäume für den befestigten Vorplatz, die einseitige Kirschbaumallee entlang des Wohnweges im Gartenhof und Winterlinden entlang des Grete Gulbranssonweges.

Architektur: Architekturbüro Nägele – Waibel, Dornbirn