Galgentobel - Südtirolersiedlung

Standort: Bludenz Südtirolersiedlung
BauherrIn: Alpenländische Heimstätte Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsges.m.b.H., Vorstadt 15 A- 6800 Feldkirch
Zugänglichkeit: siedlungsöffentlich
Planungszeitraum: 2011
Baubeginn: 2011
Baufertigstellung: 2011

Projektbeschreibung: Die Böschungen entlang des Galgentobelbaches waren bis zur Erneuerung der Wildbachverbauungen durch informelle Gartenanlagen verbaut und der Bachlauf nicht zugänglich. Durch gesetzliche Vorschriften muss das Flussbett inklusive der Böschungen freigehalten werden.

Die nach Südosten exponierte Lage des Freiraumes zwischen Südtirolersiedlung und Galgentobelbach kann durch die gute Besonnung als äußerst attraktiv eingestuft werden. Diese Gunstlage ist durch das Gestaltungskonzept für die Allgemeinheit erschlossen und als Naherholungsraum nutzbar gemacht worden.

Die Gestaltung sieht vor, dass auf der ganzen Länge zwischen Daneubrücke und Fußwegbrücke der Böschungsbereich mit einem zusammenhängenden Wegesystem erschlossen wird. Das ursprüngliche Wegesystem hat zwei, den Bachlauf begleitende, sich zopfartig, ineinander schlängelnden Wege vorgesehen, welches im Laufe des Projektes auf einen reduziert wurde.
Das Auf und Ab des Weges nimmt den unregelmäßigen Verlauf und dessen Schwankung zwischen Nieder und Hochwasser auf.
Er erschließt flach ausgebildete Passagen. Je nach Raumangebot und Steilheit der Böschungen können diese Sitzplätze unterschiedlich groß ausgebildet sein. Raumangebot und Steilheit der Böschungen bestimmen die Lage des Weges und der Sitzplätze. So entstehen zwischen den Hochwasserschutzbauten unterschiedliche Freiräume, die in Summe jedoch eine Einheit bilden.
Das Bachbett ist nun für alle SiedlungsbewohnerInnen zugänglich und erweitert damit den nutzbaren Erholungs- und Spielraum.

Wege und Sitzplätze werden als Bermen und als einfache Kieswege ausgebildet. Die Böschungen sind als kurzwachsende, extensive Landschaftsrasen konzipiert. Deren Kräuterbesatz richtet sich nach der Anzahl der Rasenschnitte.

Die Bepflanzung entlang der Böschungskrone wird bis auf die Föhren Pinus sylvestris und einzelne Hecken und Solitärbäume reduziert und mit Maronibäumen Castanea sativa ergänzt. Raumbildend sind Flieder Syringa vulgaris verwendet worden. Damit die Begehung der Buhnen erschwert wird, sind an ihren Enden Rosengruppen gepflanzt. Diese Gruppen bestehen aus unterschiedlichen Sorten und das Spektrum umfasst einmalblühende Wildrosen, historische Strauchrosen und mehrmals blühende moderne Strauchrosen. Zur Hauptblüte der Rosen bilden diese Gruppen eine Blütenwelle entlang des Tobels.