Illwerke-Park Partenen

Standort: A-6794 Gaschurn - Partenen
BauherrIn: Vorarlberger Illwerke AG 
Erzeugung / Energiewirtschaft / Infrastruktur-Services 
A-6780 Schruns - Rodund
Zugänglichkeit: ja
Planungszeitraum: 2009 - 2010
Baubeginn: 2010
Baufertigstellung: 2010
Freiraum: 10.000 m²
Erschließung: 3.350 m²
Grünraum: 6.650 m²

Projektbeschreibung: Der Illwerke-Park Partenen liegt eingebettet zwischen den beiden Bergmassiven Verwall und Silvretta auf 1030 m Seehöhe, bei der Talstation der Tafamuntbahn, in Partenen. Nach der Fertigstellung des Kops II Werkes, für dessen Bauabwicklung die Fläche beansprucht wurde, sollte diese begrünt und für eine öffentliche Nutzung gestaltet werden. Im Zuge der Neugestaltung sind auch die Parkplätze und die Zugänge der Tafamuntbahn überarbeitet worden.

Ein vom Terrain abgesetzter Holzbohlensteg figuriert den Freiraum und erschließt die thematisch unterschiedlich besetzten Rauminseln. Er schafft eine fußläufige Anbindung der Talstation an den Wanderweg nach Gaschurn und an das Werk Kops I, sowie an die Haltestelle des ÖPNV. Die bewusste Absetzung des Steges vom Gelände signalisiert, dass der extensiv genutzte, alpine Landschaftsrasen nicht begangen werden soll. Die Zugänge werden durch Betonrampen hervorgehoben und eine großzügige Treppenanlage aus Betonfertigteilen verbindet die Talstation mit den höher gelegenen Parkplätzen im Osten.

Die Reduktion in der Materialwahl – Lärchenholz für Steg und Möblierung – setzt sich konsequent im lebenden Gestaltungsmittel Pflanze fort. Die Rauminseln sind von einheitlichen Heckenkörpern umschlossen und unterschiedliche Arten von Hochstammbäumen erzeugen unterschiedliche Raumtiefen. Es sind standortgerechte Gehölze verwendet und nach den Aspekten – Habitus, Blüte, Herbstfärbung und Nutzen für Insekten und Vögel – ausgewählt worden.

Die Figuration des Steges und die Baumpflanzung, von sehr dicht bis zu markanten Solitärstellungen bringen Spannung und versinnbildlichen so die Energie für welche die VIW AG als Eigentümerin steht.
Das Projekt wurde unter Berücksichtigung der zwei Wahrnehmungsperspektiven – Betrachtung aus normaler Augenhöhe und der Vogelschau aus der Kabinenseilbahn – konzipiert.

Fotos: Bruno Klomfar