Schule Lingenau

Standort: A-5961 Lingenau
BauherrIn: Gemeinde Lingenau
A-5961 Lingenau, Hof 258
Zugänglichkeit: ja
Planungszeitraum: 2005 - 2006
Baubeginn: 2006
Baufertigstellung: 2008
Gesamtfläche: 12.930 m²
Bebauung: 2.660 m²
Freiraum: 10.270 m²
Erschließung: 3.310 m² (inkl. Schotterrasenparkplatz und Pausenhof)
Sportflächen: 3.530 m²
Grünflächen: 3.430 m² (inkl. Böschung)

Projektbeschreibung: Der neu gestaltete Freiraum der Schule Lingenau bietet den NutzerInnen auf engstem Raum qualitativ hochwertige Freiräume die sie sich individuell aneignen können.

Die Eingangsbereiche sind ruhig und funktionell gehalten. Dies wird durch den einheitlichen Asphaltbelag unterstützt. Eine Bauminsel mit Spitzahorn und zwei Mehlbeeren gliedert die Fläche in den Eingangsbereich der Volksschule, den der Hauptschule und des öffentlichen Saales. Die Baumgruppe wird mit einem Stahlbügel, mit der Doppelfunktion Baumschutz und Sitzgelegenheit, umschlossen. Der rückseitige Parkplatz ist aus ökologischen Gründen mit einem sickerfähigen Schotterrasen ausgeführt.

Der auf zwei Seiten durch den Schulbau umschlossene Pausenhof wird durch eine, mit Betonplatten befestigte Oberfläche bestimmt. Je weiter sich der Platz nach Westen schiebt, desto durchgrünter wird die Fläche, bis sie in die angrenzende Wiese übergeht. Vier große Sitzpodeste können einzeln als Sitz- und Liegeelemente oder zusammengeschoben als Bühne für Theater und Musikaufführungen verwendet werden. Der Platz wird südseitig durch eine lange Sitzbank begrenzt. Im Pausenhof befinden sich platzbegleitend ein Brunnen, sowie ein lang gestreckter Nutzgarten. Diesen können die SchülerInnen individuell bearbeiten und somit die Pflanzen von der Ansaat bis zur Ernte kennen lernen. Ein lichter Baumhain mit Sorbus aria - Mehlbeere bildet im Schulhof eine begleitende Raumstruktur und beschattet die südseitigen Klassenzimmer, ihr wechselndes Bild macht die Jahreszeiten gut spürbar.

Die Schulsportflächen sind nord- und westseitig situiert und gliedern sich in ein Kunstrasen-Spielfeld, ein Beachvolleyballfeld, eine 60 Meter Laufbahn, eine Weitsprunganlage und ein Hartplatz mit der Möglichkeit Volleyball, Basketball oder Handball zu spielen.
Baumgruppen mit Bergahorn, Föhren, Vogelkirschen und Mehlbeeren an den Raumgrenzen der Sport- und Parkplatzflächen ergänzen die Baumgruppen im Eingangsbereich und jene im Pausenhof. Bodeneinbauleuchten bei den Baumgruppen ermöglichen die Raumtiefen und Raumkonturen wahrzunehmen.

Architektur: Arch. DI Richard Bereuter + Arch. DI Werner Wertaschnigg, Doren