Städtebauliche Entwicklungsstudie Betriebsgebiet Dornbirn–Nord 

Standort: A-6850 Dornbirn, Walter Zumtobel Straße
BauherrIn: Stadt Dornbirn
Rathausplatz 2, A-6850 Dornbirn
Zugänglichkeit: ja
Planungszeitraum: 2007 – 2008 
Gesamtfläche: ca. 224.500 m²
Bebauung: ca. 61.500 m²
Grünraum: ca. 163.000 m²

Projektbeschreibung: Der Freiraum setzt sich zusammen aus der großzügigen, zentralen Erschließungsspange und den Naturräumen der Grünfinger.
Die zentrale Spange ist zwischen L200–ALT und L200–NEU eingespannt, sie wird durch lange, schilfbewachsene Retentionsbänder in die Länge gezogen. Die Spange nimmt die Funktion der Haupterschließung und erfüllt wichtige soziale Funktionen, wie Begegnung und Erholung. Sie ist ein wichtiger Aktionsraum für MitarbeiterInnen und PassantInnen.
Birkenhaine in unterschiedlicher Dichte und Größe wirken dieser Dehnung entgegen. Daraus entwickelt sich ein spannungsgeladenes Spiel zwischen Dehnung und Zusammenziehen und die zentrale, öffentliche Spange wird damit rhythmisch gegliedert. Zwei Fuß- und Radwege erschließen zusätzlich diesen zentralen Freiraum und Gemeinbedarfsflächen ergänzen das Nutzungsangebot.
Die Riedgräben der Grünfinger sind als breite, flache Retentionsmulden ausgebildet. Sie sind durch Fußwege erschlossen und können bei Normalwasserstand als Naturraum genossen werden. Die Fußwege sind wichtige Querverbindungen zwischen dem überörtlichen Rad- und Fußweg im Südosten des Betriebsgebietes, der Zentralen Spange und dem optionalen, im Nordwesten entlang des Dornbirner Rieds geführten Fußweges. In Folge binden sie auch den Naturraum Eichenhain an das Betriebsgebiet an.
Neben der Erholungsfunktion nehmen sie auch teilweise die notwendige Erschließungsfunktion für einzelne Betriebe war. Die Fußwege in den Grünfinger sind immer funktionell wie auch morphologisch von den Erschließungsstraßen getrennt.
Die Riedgräben queren die Zentrale Spange als offene Gerinne. Im Bereich der Straßenquerungen sind sie baulich gestaltet und mit Rosten ‚offen’ gedeckt. So werden sie auch in den harten Wegedecken wahrnehmbar.
Eichen und Eschen bilden die dominierenden Baumarten der Grünfinger und gliedern mit einzelnen Strauchgruppen die Spange und bilden schattige Naturräume.

Architektur: ArGe Hörburger - Kuess, DI Gerhard Hörburger, DI Helmut Kuess, Bregenz
KonsulentInnen: M+G Ingenieure ZT-GmbH, DI Josef Galehr, Feldkirch